Am 17. Oktober 2019 stellten Bundesinnenminister Horst Seehofer und der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Arne Schönbohm den aktuellen Lagebericht zur IT-Sicherheit vor. Daraus geht hervor, dass die Bedrohungslage anhaltend hoch ist. BSI-Präsident Arne Schönbohm: ”Der Bericht stellt dar, dass die Qualität der Cyber-Angriffe weiter gestiegen und die Bedrohungslage anhaltend hoch ist. Er macht aber auch deutlich, dass diese Cyber-Angriffe erfolgreich abgewehrt werden können, wenn IT-Sicherheitsmaßnahmen konsequent umgesetzt werden. Früher hieß es: Ohne Sicherheit keine Freiheit – in Bezug auf die Digitalisierung muss es heute heißen: Ohne Cyber-Sicherheit ist keine Digitalisierung erfolgreich.”
Im Berichtszeitraum 1. Juni 2018 bis zum 31. Mai 2019 hat das Bundesamt rund 114 Millionen neue Schadprogramm-Varianten registriert, DDoS-Angriffe mit bis zu 300 Gbit/s Angriffsbandbreite beobachtet und bis zu 110.000 Bot-Infektionen täglich in deutschen Systemen erfasst. Wie bereits in den Jahren zuvor sind Infektionen durch Schadprogramme eine der größten IT-Bedrohungen. 53 Prozent der registrierten Angriffe waren Malware-Infektionen. Die relevanteste Malware ist Emotet.
Bereits im September präsentierte das BSI gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die neue IT-Notfallkarte, welche durch einen Maßnahmenkatalog „Notfallmanagement“ ergänzt wird. „Gerade der Mittelstand als Rückgrat unserer Wirtschaft und vielfacher Innovationstreiber ist im Visier von Cyber-Angreifern. Das kann Krankenhäuser genauso treffen wie Handwerksbetriebe, Autozulieferer oder Juweliere. Viele KMU benötigen Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen der Prävention, Detektion und Reaktion.“ so Schönbohm.